Donnerstag, 5. Dezember 2013

Byzantinisches Gold


 







 Byzanitinisches Gold in den Alpen,
mitten im Winter
- auch das gibt es,
wenn man es erkennt...

Kurz nachdem ich diese neue Kreation abgelichtet hatte
- wie immer in aufwändiger Drapier & Dekorierarbeit -
ließ ich die Stola samt Quaste auf der Puppe,
um sie als Dekoration zur Erbauung zu nutzen.

Dann, tags darauf
wurde ich durch einen Zufall gewahr,
wie die über die Bergspitzen auftauchende Wintersonne
die transparenten Bereiche des Schals erfaßte
& sie in atemberaubendes funkelndes Gold tauchte.
Da überlegt ein Augenmensch nicht 2 x,
Kamera gezückt & schnell 
Sonnenstrahl
für Sonnenstrahl eingefangen


 



Das Zeitfenster war sehr kurz,
die Ausbeute dennoch sehr umfangreich.
Die ausgewählten Fotos geben in etwa 
die Erleuchtung - Erhellung - Erscheinung wieder
an der ich mich erfreuen durfte, 
buchstäblich ein Geschenk des Himmels,
 der Titel des Werkes 
ist also diesem goldenen Umstand geschuldet.

Details zu dieser Stola gibt es ein andermal,
hier sei lediglich eine Ode an das Licht dargebracht,
eine Erhöhung des Materials
& der wunderbaren Oberflächen der verwendeten Stoffe,
frei Haus geliefert
& in Demut bestaunt!

Wer dennoch Lust auf mehr Ver-Stofflichung dieser Art hat,
wenngleich auch ohne funkelnde Morgensonne, 
der möge sich hier bedienen

Als musikalische Assoziation 
bietet sich da nur Außergewöhnliches an,
denn wo die Sonne scheint
ist auch der Mond nicht weit,
deshalb hier eine Meditation in Bild & Ton




Dienstag, 3. Dezember 2013

Schnee der auf Zedern fällt.....

....denn jetzt ist die Zeit dafür!



in den Alpen gibt es zwar keine Zedern,
dafür aber in meiner Vorstellung

& Schnee auf Tannen
oder Fichten
würde wahrscheinlich 
ähnliche Assoziationen ausgelöst haben











Das gleichnamige Buch
von David Guterson kenne ich
natürlich als Leseratte auch
aber das einzige
was haften blieb
war der poetische Titel
& der schien mir passender
für die fahle Buntheit
dieser Cluster Freeform Jacke
als irgendein anderer Vergleich





























Der tabakfarbene 2-Teiler 
ist übrigens in meiner Recycling Fabrik entstanden
ein ohnehin schon raffiniertes Ensemble
hat hier noch ein paar Highlights erfahren

 


 Eine Fusion der anderen Art
& den denkbar größten musikalischen Gegensatz zu 
Schnee der auf Zedern fällt
von 3 arabischen Energiebündeln
gibt es jetzt noch zum Aufwärmen


weitere gehäkelte & gestrickte 
Winterstimmungen gibt es hier


Dienstag, 19. November 2013

Ist Endlosigkeit auch schon Teil des Ewigen?

......diese Frage
habe ich zwar schon an anderer Stelle angerissen,
aber jetzt wird es Zeit
etwas tiefer zu schürfen,
denn immmer wieder taucht
das selbe Phänomen auf:
ich meine, eine Kreation sei abgeschlossen
- landläufig bezeichnet man dieses Zustand wohl als "fertig",
ich nehme mir die Mühe (oder Freude)
das Werk abzulichten,
die Fotos mit nicht geringem Aufwand zu bearbeiten,
schließlich zu posten
auf diversen Platformen
um dann
- nach einiger Zeit -
zu der Erkenntnis zu gelangen,
dass noch etwas fehlt!

Ein Unbehagen
taucht weit hinter dem Horizont der Kreativität auf,
nistet sich ein wie Unkraut
- oder vielleicht doch eher wie eine gütige Blume,
die mir sanft eine Idee vermitteln will,
nämlich jene,
dass ich wieder ans Werk
des bereits abgeschlossen gemeinten gehen soll........

Nach einiger Zeit der Weigerung
der inneren Rechtfertigung
manchmal des monologisierenden Philosophierens,
nun ja,
dann greife ich eben wieder zu meinen Nadeln
und, ja, was ist das dann eigentlich,
was dann folgt,
Vollendung?
Fertigstellung?
oder doch vielleicht die Freude daran,
bloß wieder nur einen Schritt näher
an den finalen Schlußpunkt zu kommen,
wissend,
dass der Prozeß niemals abgeschlossen sein wird,
beziehungsweise,
viel größer noch,
jederzeit
jeden Augenblick abgeschlossen ist,
auch wenn wir das niemals begreifen werden?




schaut doch fertig aus, oder?







....sorry, damit kann ich nicht dienen,
also vorläufig fertig vielleicht?

Wann merkt mann,
wenn etwas fertig ist?
An einem guten Gefühl in der Körpermitte?
An einem tiefen Seufzer,
wenn einem die Nadeln aus der Hand fallen?
An einem zufriedenen Grunzen,
wenn man sich an den Fortos erfreut?

Ist dann,
im Umkehrschluß,
 das Gegenteil der Fall,
wenn all dies nicht eintritt?
Fragen über Fragen!






 

Ich nehme das alles nicht so ernst
& greife gerne auch nach Monaten,
- manchmal nach Jahren -
wieder in meine Trickkiste
&
suche freudvoll
nach einem vorübergehenden Schlußpunkt,
der in vorliegendem Fall,
nachgeliefert wird.
Der Mantel ist in der Zwischenzeit
vorübergehend
& sehr vorläufig fertig
muß aber erst noch auf den Laufsteg,
das Ergebnis wird also wahrscheinlich
irgendwann
unter einem anderen philosophischen Gesichtspunkt
nachgeliefert!

In der Zwischenzeit tröste ich mich:
Das Endgültige 
ist im Vorläufigen schon enthalten,
alles nur eine Frage
des Blickwinkels!

Den lieben Gott 
brauche ich damit jedenfalls nicht zu befassen,
der ist mit anderen Themen hinreichend beschäftigt